Am 27. April 2026 fand im Kurfürstenkiez ein Kiezspaziergang von 18 bis 20 Uhr statt, der auf große Resonanz stieß. Mehr als 70 Teilnehmende beteiligten sich zeitweise an der Veranstaltung. Organisiert und durchgeführt wurde der Abend von Max Söding (Stadtteilkoordination Tiergarten Süd, Träger: Fipp e.V.)) und Tina Waleschkowski (Stadtteilkoordination Schöneberg Nord, Träger: PFH) in Kooperation mit dem Team des Frauentreffs Olga vom Drogennotdienst Berlin. Damit knüpften die Beteiligten an das bereits im Dezember des vergangenen Jahres erfolgreiche Format an.

Die Teilnehmenden setzten sich aus einer vielfältigen Mischung von Bewohner*innen sowie sozialen Akteur*innen aus dem Kiez, zusammen, darunter auch Personen mit direktem Bezug zu den Themen Drogenkonsum, Obdachlosigkeit und Sexarbeit. Mitarbeitende aus der Verwaltung und Vertreter*innen der Bezirkspolitik waren auch zugegen. 

Der Ablauf des Abends war in zwei Teile gegliedert: In der ersten Stunde stellte sich die mobile Wache des Präventionsteams der Polizei für Tiergarten Süd und Schöneberg Nord vor. Anschließend begann ein gemeinsamer Rundgang, der zur Ecke Frobenstraße/Kurmärkische Straße führte. Dort wurde das Ärztemobil der Caritas präsentiert, welches seit kurzem einmal in der Woche vor Ort ist. Von dort aus ging es die Frobenstraße entlang zurück zur Zwölf-Apostel-Kirche, wo im Gemeinderaum die Lebensmittelausgabe vorgestellt wurde. Im Anschluss präsentierte das Team des Frauentreffs Olga seine Arbeit.

In der zweiten Stunde hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in Kleingruppen von etwa zehn Personen den Frauentreff Olga vor Ort zu besuchen, der sich direkt in der Kurfürstenstraße befindet. Dort erhielten sie vertiefte Einblicke in die Arbeit der Einrichtung und konnten zahlreiche Fragen stellen. In der Zwölf-Apostel-Kirche gab es währenddessen ein Buffet sowie Raum für weiteren Austausch und Gespräche.

Begleitet wurde der Kiezspaziergang zudem vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), der die Veranstaltung filmisch dokumentierte. Für Mai ist eine Dokumentation geplant, die sich mit den Veränderungen im Kurfürstenkiez auseinandersetzt.

Die Veranstaltung wurde insgesamt sehr positiv aufgenommen. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit zum Austausch und nahmen neue Informationen über soziale Projekte im Kurfürstenkiez mit. Besonders hervorgehoben wurde, dass viele den Frauentreff Olga erstmals kennenlernen konnten und einen Eindruck von der wichtigen Arbeit vor Ort gewannen.

Der Mehrwert des Kiezspaziergangs wurde deutlich: Es entstand ein direkter Austausch zwischen Anwohnenden, sozialen Trägern, Verwaltung und Polizei, der zur besseren Vernetzung im Stadtteil beitrug. Zum Abschluss bedankten sich die Stadtteilkoordinationen bei allen Beteiligten und ermutigten sie, eigene Ideen und Wünsche für zukünftige Formate einzubringen – sei es in Form weiterer Kiezspaziergänge, Runder Tische oder anderer Beteiligungsformate.

Der Kiezspaziergang wurde aus Mitteln der Gewaltprävention der Stadtteilkoordination Schöneberg Nord finanziert.

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