Die Bezirksregion Schöneberg Nord

Verortung und Aufteilung

Die Bezirksregion (BZR) Schöneberg Nord reicht von der Kurfürstenstraße (Grenze zum Bezirk Mitte) bis zur Hohenstaufenstraße, Martin-Luther-Straße, Grunewaldstraße, Langenscheidtstraße, Monumentenstraße (Grenze zur Bezirksregion Schöneberg Süd). Die westliche Grenze der Bezirksregion Schöneberg Nord verläuft entlang der Nürnberger Straße, Bamberger Straße, Ettaler Straße (Bezirksgrenze zu Charlottenburg-Wilmersdorf), östlich endet die Bezirksregion am Gleisdreieck (Bezirksgrenze zu Friedrichshain-Kreuzberg).

Die Bezirksregion umfasst eine Fläche von rund 284 Hektar, zum 31.12.2017 waren insgesamt 51.079 Personen als Einwohner*innen in der Bezirksregion Schöneberg Nord registriert (Quelle: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg). Die Bezirksregion wird in der LOR-Systematik in vier Planungsräume unterteilt:

  • Wittenbergplatz / Viktoria-Luise-Platz (07010101),
  • Nollendorfplatz (07010102),
  • Barbarossaplatz (07010103),
  • Dennewitzplatz (07010104).

Stadträumliche Struktur

Die Bezirksregion Schöneberg Nord zeichnet sich als Innenstadtbereich durch dichte Bebauung und weniger durch Grünflächen aus. In der BZR findet sich fast ausschließlich Geschosswohnungsbau. Mehr als die Hälfte der Wohngebäude wurde vor 1919 erbaut. Als wesentlicher Nachkriegsbau muss das Pallasseum erwähnt werden, das auf dem Gelände des Sportpalasts erbaut wurde.

Die Siedlungsstruktur der BZR ist homogen durch verdichtete Blockrandbebauung geprägt. Große Spuren haben die verschiedenen Phasen städtebaulicher Sanierung bis Ende der 1990er Jahre im Gebiet hinterlassen, die sich überwiegend auf den nordöstlichen Bereich des Quartiers bezogen. Einerseits hinterließen die Kahlschlagsanierungen monofunktionale Wohnkomplexe im Bereich des Bülowbogens als städtebauliche “Fremdkörper” moderner Architektur, andererseits verbesserten Sanierungsbemühungen durch Entkernung klassischer Blöcke die Wohnsituation erheblich.

Foto: Thomas Bratzke

Öffentlicher Raum

Die BZR Schöneberg Nord beheimatet touristische Anziehungspunkte, die weit über den Bezirk hinausstrahlen. So befindet sich einer der größten und beliebtesten Wochenmärkte der Stadt auf dem Winterfeldtplatz. Außerhalb der Markttage bietet der Platz die Möglichkeit der Nutzung für Freizeitsport und Begegnung. Mit der Tauentzienstraße und dem KaDeWe besitzt die Bezirksregion eine immer noch sehr bedeutende Einkaufsstraße der Hauptstadt. Teile der Bezirksregion sind durch soziale Erhaltungsverordnungen geschützt.

©Marion Schütt


Mobilität

Die BZR Schöneberg Nord ist durch die U-Bahnlinien 3, 4 und 7, durch die S-Bahnlinien 1, 2 und 25 sowie durch die Buslinien 106, 187, 204, M29; M46, M48, M85, N1, N2, N3, N26 sehr gut an den ÖPNV angebunden.
Die Potsdamer Straße (B1) verläuft als Nord-Süd-Achse durch die BZR.

(Quelle: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Berlin 2020)


Demografische Struktur

In der BZR Schöneberg Nord weicht die Altersstruktur von der bezirklichen ab, da die Anteile der unter 18-Jährigen und der Personen im Alter über 65 Jahre geringer sind als im Bezirk. Im Ver-gleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist der Anteil der unter 18-Jährigen geringfügig gestiegen und der Anteil der 65-Jährigen und Älteren ist um einen Prozentpunkt gestiegen. Die absolute Anzahl der Personen in beiden Altersgruppen ist in der Bezirksregion in den vergangenen fünf Jahren gewachsen. Bei den unter 18-Jährigen lag der Zuwachs bei 600 Personen, bei den 65-Jährigen und Älteren bei rund 1.100 Personen.
(Datenstand: 31.12.2018; Quelle: Einwohnerregisterstatistik, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)


Anteil von Personen mit Migrationshintergrund

In der BZR Schöneberg Nord liegt der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund stark über dem bezirklichen Vergleichswert, vor allem der Ausländeranteil ist hier deutlich höher. In den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der Einwohner*innen mit Migrationshintergrund in der BZR um 4,4 Prozentpunkte gestiegen. In diesem Zeitraum ist die Gruppe der Ausländer*innen in der BZR um rund 3.300 Personen, die Gruppe der Deutschen mit Migrationshintergrund rund 800 Personen gewachsen. Die Anzahl der Deutschen ohne Migrationshintergrund ist um rund 250 Personen gesunken.
(Datenstand: 31.12.2018; Quelle: Einwohnerregisterstatistik, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)

©Marion Schütt

Entwicklung der Einwohnerzahl

In der BZR Schöneberg Nord ist die Einwohnerzahl in den vergangenen fünf Jahren prozentual stärker gestiegen als im Bezirk. In absoluten Zahlen ist die Einwohnerzahl in Schöneberg Nord in den vergangenen fünf Jahren um 3.843 Personen gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein etwas stärkerer Anstieg der Einwohnerzahl zu verzeichnen als im Bezirk. Der PLR Dennewitzplatz weist vergleichsweise den geringsten Zuwachs in der BZR in den vergangenen fünf Jahren auf. Rund 41% des Einwohnerzuwachses in diesem Zeitraum sind auf den PLR Nollendorfplatz zurückzuführen (+1.580 Personen).
(Datenstand: 31.12.2018; Quelle: Einwohnerregisterstatistik, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)


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Das verstetigte Quartiersmanagement-Gebiet

Das verstetigte Quartiersmanagement-Gebiet liegt im Norden des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg und grenzt unmittelbar an den Stadtteil Tiergarten-Süd im Bezirk Mitte. Hier wohnen auf 80 Hektar ungefähr 17.000 Menschen unterschiedlichster Nationalitäten (Stand Dez. 2018, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen). Die Potsdamer Straße und die Bülowstraße sind die zentralen Achsen des Quartiers. Die Potsdamer Straße führt im Norden zum Potsdamer Platz und dem Regierungsviertel, die Bülowstraße im Westen zum Tauentzien und zum Kurfürstendamm. Mit Anschlüssen zu den U-Bahnlinien U1, U15, und U2, zu den S-Bahnlinien S1, S2 und S25 und zahlreichen Buslinien ist das Gebiet gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.  Das sehr dicht bebaute Gebiet weist nur wenige Grün- und Freiflächen auf. Der Nelly-Sachs-Park im Nordosten des Quartiers entstand erst in den 80er Jahren. Doch auch er kann das Defizit auch aufgrund seiner Randlage nicht kompensieren.


Das verstetigte QM-Gebiet war zu großen Teilen Sanierungsgebiet, so dass viele Altbauten heute modernisiert und instandgesetzt sind. Ein großer Teil der neu gebauten Häuser wurde im Sozialen Wohnungsbau errichtet. Das Gebiet weist dadurch einen qualitativ hochwertigen Wohnungsbestand auf. Im Zuge der Sanierung wurden viele Höfe zu grundstücksübergreifenden Wohnhöfen zusammengelegt und neu gestaltet. Wohnungsleerstand existiert kaum. In vielen Teilen des Gebietes sind im Verlaufe des Sanierungsprozesses neue Kinderspielplätze entstanden. Mit Hilfe von Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt wurden auch viele öffentliche Grünflächen und diverse Stadtplätze erneuert und aufgewertet, z.B. Lilly-Flora-Park, Nelly-Sachs-Park, Gleditschpark, Generationenspielplatz Großgörschenstraße.


Weitere Links und Downloads:

Archiv der Website des Quartiersmanagements