Bezirksregion Schöneberg Nordost

Lage und Charakterisierung
Die Bezirksregion Schöneberg Nordost befindet sich im nördlichsten Teil des Bezirks Tempelhof-Schöneberg und grenzt entlang der Kurfürstenstraße an den Bezirk Mitte. Im Süden wird sie von der Grunewaldstraße und der Langenscheidtstraße begrenzt, während sie sich im Westen bis zur Potsdamer Straße und Martin-Luther-Straße erstreckt und im Osten an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg anschließt.
Die Wohnstruktur der Region wird vor allem durch eine dichte Blockrandbebauung geprägt, die dem Gebiet einen urbanen Charakter verleiht. Gleichzeitig sorgen Naherholungsflächen wie der Nelly-Sachs-Park, der Heinrich-von-Kleist-Park, der Flaschenhalspark sowie der alte St. Matthäus-Kirchhof für eine Auflockerung des Stadtbilds.

In der Pallasstraße war bis Ende 2020 über zwei Jahrzehnte das Quartiersmanagement „Wohnen am Kleistpark/Bülowstraße“ aktiv. Dieses Engagement erstreckte sich teilweise auch auf die benachbarte Bezirksregion Schöneberg Nordwest und trug wesentlich zur Förderung der Kiezkultur, des nachbarschaftlichen Zusammenhalts und zu zahlreichen kleinen Bauprojekten bei. Diese Maßnahmen haben das Gesicht beider Bezirksregionen nachhaltig geprägt. Seit 2021 werden die Errungenschaften des Quartiersmanagements im Rahmen des Pilotprojekts „Stadtteilkoordination plus“ verstetigt und weiterverfolgt.
Einwohnerzahl und ihre Entwicklung
Zum Stand 31.12.2025 waren in der Bezirksregion Schöneberg Nordost insgesamt 24.347 Personen melderechtlich als Einwohner*innen am Ort der Hauptwohnung registriert.
Die Einwohnerzahl ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Jahr zuvor und im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor gestiegen. Im Bezirk ist im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ein stärkerer Anstieg der Einwohnerzahl zu beobachten, im Vergleich zum Vorjahr ist das Wachstum in der Bezirksregion stärker. während sich die Einwohnerzahl des Bezirks in diesen Zeiträumen positiv entwickelt hat.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl im Planungsraum Barbarossaplatz ist sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor positiv. Im Planungsraum Alvenslebenstraße ist die Entwicklung im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor negativ, im Planungsraum Großgörschenstraße ist im Vergleich zum Vorjahr eine negative Entwicklung zu beobachten.
Der Anteil der Einwohner*innen mit einer Wohndauer von mehr als fünf Jahren an derselben Adresse liegt in der Bezirksregion um 0,4 Prozentpunkte unter dem bezirklichen Vergleichswert. Der Anteilswert ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Stand fünf Jahre etwas stärker zurückgegangen als der bezirkliche Vergleichswert in diesem Zeitraum.
Der Planungsraum Alvenslebenstraße weist einen deutlich höheren Anteilswert an Einwohner*innen mit einer Wohndauer von mindestens fünf Jahren Wohndauer auf als die Bezirksregion und der Bezirk. Hier ist der Anteilswert in den vergangenen fünf Jahren auch stärker gestiegen als in der Bezirksregion.
Lücke

Das Durchschnittsalter in der Bezirksregion liegt bei 42,6 Jahren und somit 1,4 Jahre unter dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist das Durchschnittsalter in der Bezirksregion um 0,6 Jahre gestiegen, der bezirkliche Vergleichswert ist in diesem Zeitraum leicht gesunken.
Der Anteil der unter 18-Jährigen an den Einwohner*innen liegt in der Bezirksregion unter dem bezirklichen Vergleichswert, im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der unter 18-Jährigen in der Bezirksregion gesunken, der Anteil an den Einwohner*innen ist zurückgegangen. Der Anteil der Einwohner*innen im Alter von 65 Jahren und mehr an den Einwohner*innen liegt in der Bezirksregion deutlich unter dem bezirklichen Vergleichswert. In den fünf vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Einwohner*innen in dieser Altersgruppe in der Bezirksregion erhöht und ihr Anteil an den Einwohner*innen zugenommen. Im Bezirk ist in diesem Zeitraum der Anteil dieser Altersgruppe an den Einwohner*innen konstant geblieben.
Der Anteil der Ausländer*innen an den Einwohner*innen liegt in der Bezirksregion deutlich über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der Ausländer*innen in der Bezirksregion gestiegen, auch der Anteil an den Einwohner*innen ist gewachsen. In diesem Zeitraum ist der bezirkliche Vergleichswert stärker gestiegen.
Im Planungsraum Barbarossaplatz ist ein starker Anstieg der Anzahl und des Anteils von Ausländer*innen im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor zu verzeichnen, in den beiden anderen Planungsräumen hingegen ein leichter Rückgang.

Soziale und grüne Infrastruktur
Die Bezirksregion Schöneberg Nordost beherbergt eine Vielzahl von Bildungs- und Freizeitangeboten. Zu den öffentlichen Grundschulen gehören die Neumark-Grundschule und die Grundschule am Barbarossaplatz. Darüber hinaus erstreckt sich das Einzugsgebiet der Spreewald-Grundschule sowie der Werbellinsee-Grundschule, die beide in Schöneberg Nordwest angesiedelt sind, teilweise auch in diese Bezirksregion.
Für weiterführende Bildung befindet sich in Schöneberg Nordost die Sophie-Scholl-Schule, eine integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe. Zudem ist hier das Pestalozzi-Fröbel-Haus ansässig, eine private berufliche Schule mit einem breiten Bildungsangebot.
Die Bezirksregion bietet auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen wie das Café Pink, Fresh30, Treff62 und der PallasT werden von freien Trägern betrieben. Für Seniorinnen und Senioren steht mit dem Treffpunkt Goltzstraße eine engagierte Freizeiteinrichtung zur Verfügung.
Kulturelle Bildung wird durch den Hauptstandort der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg am Barbarossaplatz und die Musikschule Leo Kestenberg im Haus am Kleistpark bereichert.
In der Bezirksregion Schöneberg Nordost liegen verschiedene Nachbarschaftseinrichtungen, wie das Nachbarschaftszentrum Steinmetzstraße, das Kinder- und Familienzentrum Bülowstraße sowie das Nachbarschafts- und Familienzentrum Kiezoase, die wichtige Treffpunkte für die nachbarschaftliche Gemeinschaft bieten.

Bildquelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Weiterführende Links und Dokumente:
Bild- und Textquellen, wenn nicht anders angegeben: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg: Bezirksregionenprofil Schöneberg Nordost und Kurzprofil Schöneberg Nordost (071002)
Bezirksregion Schöneberg Nordwest

Lage und Charakterisierung
Die Bezirksregion Schöneberg Nordwest befindet sich an der nördlichen Spitze des Bezirks Tempelhof-Schöneberg und grenzt entlang der Kurfürstenstraße an den Bezirk Mitte. Im Süden wird sie durch die Hohenstaufenstraße und Pallasstraße begrenzt. Ihre westliche Grenze folgt der Linie Bambergerstraße, Etalerstraße und Nürnbergerstraße, die an den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf anschließt. Im Osten verläuft die Grenze entlang der Potsdamer Straße.
Die Region ist ein zentraler Innenstadtbereich, der vor allem durch eine dichte Blockrandbebauung geprägt ist. Ergänzt wird diese durch Großsiedlungen, die in den 1960er bis 1980er Jahren entstanden sind. Mit zahlreichen Einkaufsstraßen und zentralen Verkehrsknotenpunkten bildet Schöneberg Nordwest ein Tor zur Westberliner Innenstadt und unterstreicht den urbanen Charakter des Gebiets.
Am Nollendorfplatz liegt zudem der weithin bekannte Regenbogenkiez, der eine zentrale Rolle im queeren Nachtleben Berlins spielt und als überregionaler Anziehungspunkt gilt.
Einwohnerzahl und ihre Entwicklung
Schöneberg Nordwest zählt 26.573 Einwohner*innen und zeichnet sich durch eine vielfältige Bevölkerungszusammensetzung auf, geprägt von unterschiedlichen demografischen und sozialen Entwicklungen.
Die Wohndauer der Einwohner*innen zeigt, dass der Anteil der Personen, die länger als fünf Jahre an derselben Adresse wohnen, 2,7 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Bezirks liegt. Dennoch ist dieser Anteil in den letzten fünf Jahren stärker gestiegen als im Bezirk insgesamt.

Die Einwohnerzahl ist in der Bezirksregion im Vergleich zum Jahr zuvor (t-1) in der Bezirksregion stärker gewachsen als im Bezirk, im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Einwohnerzahl in der Bezirksregion ebenso gestiegen, aber in geringerem Umfang als im Bezirk.
Im Planungsraum Frobenstraße ist sowohl im Vergleich zum Vorjahr als zum Stand fünf Jahre zuvor ein stärkerer Anstieg der Einwohnerzahl zu verzeichnen als im Bezirk.
Das Durchschnittsalter in der Bezirksregion liegt bei 44,8 Jahren und somit 0,7 Jahre über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist das Durchschnittsalter in der Bezirksregion um 0,7 Jahre gestiegen, der bezirkliche Vergleichswert hat sich in diesem Zeitraum kaum verändert.
Der Anteil der unter 18-Jährigen an den Einwohner*innen liegt in der Bezirksregion deutlich unter dem bezirklichen Vergleichswert, im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der unter 18-Jährigen in der Bezirksregion gesunken, der Anteil an den Einwohner*innen ist um 0,7 Prozentpunkte zurückgegangen geblieben. Der Anteil der Einwohner_innen im Alter von 65 Jahren und mehr an den Einwohner*innen liegt in der Bezirksregion leicht unter dem bezirklichen Vergleichswert. In den fünf vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Einwohner*innen in dieser Altersgruppe in der Bezirksregion erhöht und ihr Anteil an den Einwohner*innen zugenommen.
Der Anteil der Ausländer*innen an den Einwohner*innen liegt in der Bezirksregion deutlich über dem bezirklichen Vergleichswert. Im Vergleich der Bezirksregionen in Tempelhof-Schöneberg weist die Bezirksregion Schöneberg Nordwest den höchsten Anteil an Ausländer*innen auf. Im Vergleich zum Stand fünf Jahre zuvor ist die Anzahl der Ausländer*innen in der Bezirksregion und ihr Anteil an den Einwohner*innen gestiegen. In diesem Zeitraum ist der bezirkliche Vergleichswert deutlich stärker gestiegen. Im Planungsraum Wittenbergplatz ist der Ausländer*innenanteil geringer als in den Planungsräumen Kalckreuthstraße und Frobenstraße, der Anteilswert liegt aber in allen drei Planungsräumen über dem bezirklichen Vergleichswert.

Schöneberg Nordwest ist somit eine Bezirksregion mit einer dynamischen und vielschichtigen Bevölkerungsstruktur, die von innerstädtischen Entwicklungen geprägt ist.
Soziale und grüne Infrastruktur
Die Bezirksregion Schöneberg Nordwest verfügt über mehrere öffentliche Grünanlagen, darunter den Viktoria-Luise-Platz (ein Gartendenkmal), den Ursula-Mamlok-Park und den Lilli-Flora-Park. Es gibt 12 öffentliche Spielplätze mit einer Gesamtnettospielfläche von 12.129 m², was einer Relation von 0,5 m² Spielfläche pro Einwohner_in entspricht (Vergleich: Bezirk und Berlin jeweils 0,6). In der Region sind weder Friedhofsflächen noch Kleingartenanlagen vorhanden.
Im Bereich Bildung befinden sich in der Bezirksregion drei öffentliche Grundschulen: die Finow-Grundschule, Werbellinsee-Grundschule und Spreewald-Grundschule. Zusätzlich liegt die Scharmützelsee-Grundschule nahe der Grenze zur Bezirksregion Schöneberg Südwest, deren Einzugsgebiet den südlichen Teil des Planungsraums Wittenbergplatz umfasst. Die Georg-von-Giesche-Schule, eine integrierte Sekundarschule, befindet sich ebenfalls an der Grenze zu Schöneberg Südwest.
Darüber hinaus beherbergt die Region die katholische St. Franziskus Schule, eine weitere integrierte Sekundarschule, sowie das Volkshochschule-Kolleg Schöneberg am nördlichen Rand. Der Standort des Lette-Vereins, einer beruflichen Schule, ergänzt das Bildungsangebot in der Bezirksregion.
Freizeit- und Nachbarschaftsangebote umfassen die durch freie Träger betriebenen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen Villa Schöneberg und Juxikus. Senioren finden Angebote im Nachbarschaftstreffpunkt HUZUR. Zudem bietet das Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark vielfältige Angebote für die lokale Gemeinschaft.

Bildquelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Weiterführende Links und Dokumente:
Bild- und Textquellen, wenn nicht anders angegeben: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg: Bezirksregionenprofil Schöneberg Nordwest und Kurzprofil Schöneberg Nordwest (071001)
Das verstetigte Quartiersmanagement-Gebiet

Das verstetigte Quartiersmanagement-Gebiet liegt im Norden des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg und grenzt unmittelbar an den Stadtteil Tiergarten-Süd im Bezirk Mitte. Hier wohnen auf 80 Hektar ungefähr 17.000 Menschen unterschiedlichster Nationalitäten (Stand Dez. 2018, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen). Die Potsdamer Straße und die Bülowstraße sind die zentralen Achsen des Quartiers. Die Potsdamer Straße führt im Norden zum Potsdamer Platz und dem Regierungsviertel, die Bülowstraße im Westen zum Tauentzien und zum Kurfürstendamm. Mit Anschlüssen zu den U-Bahnlinien U1, U15, und U2, zu den S-Bahnlinien S1, S2 und S25 und zahlreichen Buslinien ist das Gebiet gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Das sehr dicht bebaute Gebiet weist nur wenige Grün- und Freiflächen auf. Der Nelly-Sachs-Park im Nordosten des Quartiers entstand erst in den 80er Jahren. Doch auch er kann das Defizit auch aufgrund seiner Randlage nicht kompensieren.
Das verstetigte QM-Gebiet war zu großen Teilen Sanierungsgebiet, so dass viele Altbauten heute modernisiert und instandgesetzt sind. Ein großer Teil der neu gebauten Häuser wurde im Sozialen Wohnungsbau errichtet. Das Gebiet weist dadurch einen qualitativ hochwertigen Wohnungsbestand auf. Im Zuge der Sanierung wurden viele Höfe zu grundstücksübergreifenden Wohnhöfen zusammengelegt und neu gestaltet. Wohnungsleerstand existiert kaum. In vielen Teilen des Gebietes sind im Verlaufe des Sanierungsprozesses neue Kinderspielplätze entstanden. Mit Hilfe von Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt wurden auch viele öffentliche Grünflächen und diverse Stadtplätze erneuert und aufgewertet, z.B. Lilly-Flora-Park, Nelly-Sachs-Park, Gleditschpark, Generationenspielplatz Großgörschenstraße.

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